Freitag, 8. Dezember 2006

Byby Privatsphäre

Wir können ja schonmal alle vorrausschauend private Urlaubs-, Heim- und Schlafzimmerfilme, Fotos und Unterlagen, selbstverfasste Geschichten etc. pp. direkt an den Verfassungsschutz schicken. Das spart denen dann ein wenig Arbeit. Zeit sich mal wieder intensiver mit Firewalls, Anti-Viren-Programmen und Hardwareroutern zu befassen. Langsam drehen die wohl alle frei...Privatsphäre gehört in den Augen so einiger Politiker scheinbar verboten.

Lachen mit Kloß im Hals

Lachen, nachdenken und schwer schlucken...

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Seit heute einer meiner Favoriten. Hagen Rether.

Danke an Sachsenwunder.

Sisyphos

Es ist doch eigentlich immer wieder erstaunlich worauf sich der Mensch als solches einlässt. Nehmen wir mal als Beispiel (und auch weil es mich persönlich betrifft ;) die Büroarbeit. Sie ist nie zuende. Nicht umsonst sagt man, dass der Papierkrieg nicht gewonnen werden kann. Es gibt zwar Versuche das papierlose Büro zu bauen, aber bisher ist daraus noch nichts marktreifes geworden was sich Otto-Normal-Unternehmer auch leisten könnte. Zumal der Name so oder so etwas irreführend ist, da zum Beispiel Verträge und Geschäftsunterlagen im Original auf Papier vorhanden sein müssen. Aber das weicht nu nen bissl vom Thema ab.

Also, was bringt einen normalen und klar denken Menschen dazu, sich tagtäglich ins Büro zu schleppen und mehr oder weniger gleiche Dinge zu tun? Warum nicht einfach mal so losfahren und die Welt erkunden. Ein wenig Spaß haben. Landschaften anschaun und das Leben genießen? Nein er setzt sich da vor seinen Schreibtisch, murmelt jeden Morgen wie gern er sich jetzt wieder hinlegen würde und fängt dann doch wieder seine Sisyphos-Arbeit an. Wie schon der schlaue Knabe aus den griechischen Legenden (ein Stein den Berg hochrollen und kurz davor rutscht der wieder runter) macht man eine Arbeit die man einfach nicht schaffen kann wenn man es mal im Firmenmaßstab betrachtet. Klar, es gibt Tage da hat man mal garnix zu tun, aber dann gibt es auch wieder Tage wo man garnit mehr geradeaus schauen kann weil einem da zu viel Papier im Weg liegt. Aber im Firmenmaßstab reisst die Papierlawine nie ab. Nur die Inhalte ändern sich, und in manchen Firmen noch nichtmal das. Es gibt zwar alles in allem für den Einzelnen ein paar Ruhephasen und Abwechslung durch anderen Schreibkram oder halt andere Aufgaben, aber insgesamt wird immer neues beschriebenes Papier fabriziert, verwaltet, abgeheftet, zerreißwolft und geklammert.

Mal gehts um Menschen, mal um Material und an schlechten Tagen kommen die Rechnungen (so gesehen ist jeder Tag ein schlechter Tag).

Wenn ich so für mich selbst überlege, warum ich mir jeden Tag wieder das selbe "antue" und mich um 5 Uhr aus dem Bett quäle um pünktlich (jaja, nicht immer...ich weiß ^^) auf Arbeit zu erscheinen, gibt es die offensichtlichste Antwort. GELD. Da Geld bekanntlich die Welt regiert, und jeder ein wenig mitregieren will wollen also alle nur das eine (und hiermit meine ich nicht Sex), und zwar Geld. Meist kommt irgendwer und will mein Geld haben, und ich nerv den Chef um sein Geld zu bekommen. Nur irgendwann kam ein schlauer Mensch auf die Idee, dass er sein Geld ja nit einfach so verschenken kann, sondern das er auch gerne was dafür hätte. Also hat er sich gedacht das er die Leute irgendwelche Arbeiten machen lässt (egal ob sie Sinn machen oder nit) und die Produkte der Arbeit an andere Menschen verkauft um deren Geld zu bekommen das er dann an mich weitergeben kann, natürlich nicht ohne sich selber vorher einen sehr großzügig bemessenen Teil davon abzuknapsen. Soweit also zur Geburt des Kapitalismus.

Also renn ich dann da hin um mich 8 Stunden (Zitat früherer Chef: Hey, sei froh das es nur 8 sind...früher warens 10-14 nur darf ich das nit mehr so oft) auf nen Stuhl zu hocken und irgendwas in irgendwelche Tastaturen zu hacken, Dinge zu Schreiben oder meinetwegen auch nen paar Wände hochzuziehen und Rohre zu verlegen. Und das, obwohl man nun lieber irgendwo an nem Strand liegen würde oder in nem Wald spazieren gehen und einfach nur sorgenfrei das Leben genießen. Und da gehen die Probleme ja schon los. Ich hab mir einfach mal so überlegt, was passieren würde wenn ich mein ganzes Leben lang einfach nur selbiges genießen könnte. Auf gut Deutsch? Ich würd durchdrehen. Jeden Tag irgendwelche Spaziergänge oder irgendwo Spaß haben usw usw. Auf was soll ich mich denn dann bitte noch freuen? Ich freu mich schon auf meinen Urlaub wenn er noch 4 Wochen in der Ferne liegt. Ich freu mich aufs Wochenende. Ich freu mich drauf wenn ich Zuhause bin, mich hinsetzen kann und weiß das ich die nächsten paar Stunden nix machen muss. Feierabend halt. Ich gebs ja zu, ich gehöre eigentlich zu der murrenden Sorte Mensch. Ich mecker übers frühe aufstehen, übers Arbeiten, über den Nah- und Fernverkehr und über noch einige andere Dinge. Aber im Endeffekt bin ich ganz froh das auch diese Dinge sein müssen, ganz einfach weil ich so die Momente wo ich nicht Arbeiten muss um so mehr genießen kann. Ein ganzes Leben lang nur genießen, und ich wäre nach spätestens 2 Monaten geistig am Ende.

Und glaubt mir, wenn man heute mit Sisyphos reden könnte. Der Kerl würde zwar jedesmal fluchen wenn er den blöden Stein nach da oben rollt. Aber insgeheim freut der sich doch auch schon drauf wenn das blöde Ding von allein da wieder runterrollt, und er nen Moment Pause machen kann. Da unten in der Hölle hat man nämlich ansonsten auch nix zu tun außer sich zu langweilen und ab und an gequält zu werden.

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