Dienstag, 29. November 2005

Herrliche...

Ruhe hier. Diese Stille...einfach nur Erholsam. Klar, ich muss bis 17 Uhr arbeiten, aber dafür sind die anderen schon alle weg und lassen mich in Ruh. Hab sogar das Radio ausgemacht und bin am Schreiben. Und ich schaffe mal wieder was ohne alle 10 Minuten gestört zu werden. Hab beschlossen ab jetzt immer um 8.30 Uhr mit der Arbeit anzufangen und dafür bis 17 Uhr zu bleiben...jetzt muss ich das nur noch dem Chef beibringen...

Du fehlst...

Anrufe von...

Firmen die versuchen ihre Produkte per Telefon auf den Markt zu werfen kommen bei mir öfter mal an. Meistens beginnen diese Anrufe mit "Guten Tag Herr P...., laut unseren Unterlagen sind sie der Verantwortliche für die EDV-Technik und das Druckerzubehör in ihrem Unternehmen...". Da mir meine Mom beigebracht hat das man nicht lügen soll, antworte ich dann wahrheitsgemäß mit "JA". Meistens kommen dann in schneller Folge runtergeratterte technische Daten von einem neuen Spezialtoner, dem superduper Kaffeetassenwärmer für den USB-Port oder einer Massagedusche zum optionalen Anschliessen an die Flüssigkühlung vom PC, die man natürlich erstmal für nur 1200,- € bei Firma XY kaufen soll.

Wenn man gleich am Anfang eines solchen Gespräches unterbricht und sagt das man kein Interesse hat, kann man sich fast sicher sein, dass man innerhalb von einer Woche gleich nochmal angerufen wird. Also habe ich mir angewöhnt erstmal nur zuzuhören, ab und an ein "Mhh" oder ein "Aha" einzustreuen und zu warten bis die Dame oder der Herr am anderen Ende der Leitung mit dem Vorlesen des Textes fertig ist. Sobald das geschehen ist, was unter Umständen auch mal 10 Minuten dauern kann, fange ich an gezielte Fragen zu stellen. Wieviel es kostet, welche Farben verfügbar sind oder wie lange eine Lieferung dauert. Nach weiteren 10 Minuten Vorlesen vom anderen Ende der Leitung sage ich dann das ich zwar kein Interesse an ihrem Produkt habe, weil wir dafür keine Verwendung haben, aber das ich gerne meinerseits einen interessanten Vorschlag machen möchte.

"Braucht denn Ihre Firma eine sicherheitstechnische Betreuung durch uns? Arbeitsmedizin? Baustellenkoordination und Weiterbildungen?"

Sobald ich dann das Besetztzeichen höre, lege ich auf. Ich weiss, dass klingt nicht besonders nett, aber wer meint mir durch unaufgefordertes Anrufen ständig Zeit klauen zu können, muss damit leben das ich auch mal seine Zeit in Anspruch nehme, in der er dann keine weiteren Leute belästigen kann. Und es hat den Vorteil das ich dann in deren Liste nit gerade nochmal als möglicher Kunde auftauche.

Habe gegen Mittag den dritten Anruf dieser Art erhalten. Aber da hatte ich Hunger und keine Lust mehr, so sagte ich gleich zu Beginn der Volksrede "Nein, Danke" und legte auf. Er hats noch 3 mal probiert während ich essen war.

Das Papiermonster ist im Moment ganz dürr und klapprig, was zur Folge hat das ich nicht wirklich was mit mir anzufangen weiss. Also geh ich mal Futter holen, denn wer verliert schon gerne einen geliebten Feind?

Merke: Es ist schwer zu arbeiten wenn der Kopf die ganze Zeit mit den Gedanken woanders ist.

Im Winter...

am frühen Morgen mit der BVG fahren ist manchmal einfach unheimlich. Im Sommer sieht man schon Morgens meist fröhliche Gesichter. Die Leute reden miteinander und schauen sich gegenseitig an. Doch im Winter steht man in der Bahn, und alles ist still. Keiner schaut dem anderen ins Gesicht. An der Haltestelle wo man von der Straßenbahn zur S-Bahn wechseln kann, steigen die meisten aus. 50 bis 60 Menschen schlurfen schweigend die Treppen runter. Die einzigen Geräusche die man hört ist das Schlurfen der Schritte, dass Knirschen vom Kies und ein Stück entfernt den Verkehr. Die graue gesichtslose Masse schiebt sich die Treppen runter, versucht dicht zusammenzubleiben und sich doch nicht zu berühren. Kein Wort fällt, nur ab und an ein kurzes Husten...nur nicht mehr Lärm machen als nötig.

Ich fühle mich wohl in dieser Anonymität. Ein Teil der Masse sein. Einfach treiben lassen um dort hinzukommen wo andere Gesichter genauso ausdruckslos schauen. Ich mag die Gesichter nicht, ohne Gefühl und Leer. Aber ich mag die Anonymität die sie austrahlen. Geborgen in der Leere. Großstadtkind.

Zur Zeit ist auf Arbeit nicht wirklich viel los. Man könnte es auch Ruhe vor dem Sturm nennen. Ab nächstes Jahr haben wir einen Großauftrag, wo sich niemand sicher ist ob wir ihn auch wirklich bewältigen können. Wir planen, schreiben lange Listen, stellen Fahrwege auf und entwickeln Konzepte. Mitarbeiter werden eingeteilt und zugewiesen. Mein Papiermonster wird gefüttert und dann wieder klein um kurz darauf wieder gefüttert zu werden. Heute ist es klein und hoffentlich bleibt das auch noch so.

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